Integraler Schutz gegen Naturgefahren, Iselle (I)

Sparte: Tragwerk und Erhaltung
Fachbereich: Wasserbau / Hochwasserschutz
Ort: Iselle (I)
Bauherrschaft: SBB Infrastruktur
Bearbeitungszeitraum: 2012 – 2014
Baukosten: ca. CHF 1.4 Mio. inkl. MwSt.
Leistungen: Bau- und Auflageprojekt, Ausschreibung, Ausführungsprojekt und die technische Baubegleitung

Projektbeschrieb:

Im Jahre 2003 ist es im Bereich der SBB-Bahnlinie südlich des Simplontunnel-Südportals zu einem Felsabbruchereignis gekommen. Die nachfolgende Untersuchung der Stein- und Blockschlaggefährdung der ersten Felswandstufe unmittelbar oberhalb der Bahnlinie zeigte, dass ein Schutzdefizit bestand. Im Bereich der Gleisanlage musste der Geschiebeablagerungsraum zur Aufnahme eines seltenen Murgangereignisses vergrössert werden und ein Schutznetz installiert werden. Die Grösse des Auffangbeckens (1000 m3)  sowie die topographischen Verhältnisse verlangten die Erhöhung der bestehenden Betonschutzwand. Zusätzlich mussten mittels 2 Rippen die Zugkräfte aus dem Schutznetz sowie die Kräfte aus einer Überschüttung des Rückhaltebereichs aufgenommen werden. Das erforderliche Geschieberückhaltevolumen wurde mit Hilfe von Felsabtragssprengungen (ca. 300 m3) sowie der Erhöhung der Betonschutzwand erreicht. Durch die entstehende Bachbettterrasse wurde zusätzlich eine starke Verminderung der Bach-/Murgangkapazität erwirkt, wodurch die Energieeinwirkung in das Murgangnetz während des Hochwasser-/Murgangereignisses verringert werden soll.

 

Um die Sicherheit des Bahnbetriebs gewährleisten zu können, mussten die Sprengkörper mittels Pneumatten abgedeckt werden. Aufgrund der unmittelbaren Nähe von zahlreichen Stromleitungen durften keine elektrischen Zündungen benutzt, sondern es musste auf das Zündsystem NONEL (Non electric) zurückgegriffen werden.

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